Live-Loud-Blog

Adventskalender

2. Dezember 2010

Es ist wieder soweit: Der Dezember bricht an und es dauert nicht mehr lange bis Heiligabend.

Eine Sache die in dieser Vorweihnachtszeit nicht fehlen darf ist natürlich der Adventskalender. Jeden Tag ein Stück Schokolade oder ein Los, bei dem die Chance etwas zu gewinnen  gegen Null konvergieren sind jedes Jahr der absolute Standard. Oder aber so wie es bei mir seit einigen Jahren ist: Ein spezieller Kalender bei dem nicht schon von vornherein weiß was mich hinter der nächsten Tür erwartet, angefertigt von meiner liebenswürdigen Tante.

Dort hat mich heute ein Geschenk erwartet, was mich etwas verdutzt hat. Es war ein Adventskalender.

Also quasi der Adventskalender im Adventskalender. Das hat mich wieder einmal zum Nachdenken gebracht: Was wäre, wenn hinter jedem Türchen des Spezial - Adventskalenders ein neuer Adventskalender stecken würde? Und falls dem so wäre, was wäre, wenn in den neuen Kalendern wiederum hinter jedem Türchen ein neuer Adventskalender stecken würde?

Würde dann die Reihe der Adventskalender überhaupt einmal enden? Und wenn ja: Könnte ich, wenn ich alle Adventskalender in eine Reihe legen würde, eine Adventskalender-Straße bis zum Mond bauen (kleinste Entfernung etwa 350.000 km)?

Ich bin dagegen

30. November 2010

Demonstrationen sind Ausdruck der Freiheit, man setzt Zeichen, man lässt seinem Unmut freien Lauf, kurz man sagt:”Ich will das nicht, ich bin dagegen”.

Aktuell kann man dies an den Castor-Transport beobachten, der Atommüll von einem Ort zum anderen transportiert, nur damit er dann dort liegen bleibt und seine gefährliche Strahlung abgibt. Dagegen demonstriert eine neue Rekordzahl von Menschen: So viele gab es noch nie, die ein Zeichen dagegen setzten wollten. Die Sicherheitskräfte dabei sind gnadenlos überlastet, einige Polizisten sind mehr als 24 Stunden im Einsatz.

Die Gegner überlegen sich immer neue Methoden um den Transport zu behindern: Sie ketten sich an die Gleise, stellen sich direkt in den Weg  oder versuchen auf eine andere Art und Weise den Transporter aufzuhalten.

Allerdings frage ich mich folgendes: Wenn die Demonstranten mit der Lagerung tief unter der Erde unzufrieden sind, was soll denn die Alternative sein ? Irgendwo muss der Müll ja hin. Ich bin sicher kein Freund von diesen Transporten jedoch habe ich auch keine bessere Alternative zur Hand. Also stellt sich mir die Frage ob die Demonstranten auch daran denken.

Club der toten Künstler

29. November 2010

Dass Michael Jackson tot ist, ist wirklich bedauerlich. Er hat mit seinem Lebenswerk viele Menschen beeinflusst, auch noch nach seinem Tod.

Doch heute habe ich mich gefragt ob ich schon Stimmen höre.

Da wurde bei meinem Lieblingssender ein Stück als “Neu” angepriesen, es folgten die Interpreten: “Akon feat. Michael Jackson”. Moment, dachte ich, ist nicht einer von beiden schon seit einiger Zeit verstorben?

Nächste Frage: Können tote Künstler singen?

Warscheinlich wurden in dem Lieder einfach nur einige Samples des toten Sängers verarbeitet, um so die Leute zum Kauf zu bewegen. “Hey sieh mal da singt Michael Jackson mit, das muss wohl sein letztes Stück vor dem Tod gewesen sein”, solche oder ähnliche Reaktion erhofft man sich warscheinlich davon.

Letztens an der Haltestelle… Teil2: School’s out ?!

29. November 2010

Spätabends. Eine Gruppe von Jugendlichen ist unterwegs zur Bushaltestelle um den Bus zu erreichen, der sie zur nächsten Party fährt (Also gut ich gebs zu, auch ich war darunter ;-) ). An der Haltestelle begegnet man etwa Gleichaltrigen, die sich mit Schneebällen bewerfen. Es dauert nicht lange und man kommt ins Grespräch (sicher hat auch die durch den Alkohol etwas niedrigere Hemmschwelle da Wirkung gezeigt).

Eine der Sätze um das Gespräch zu beginnen, lautet: “Habt ihr Feuer?”

Da dies leider verneint wird muss eine andere Möglichkeit gefunden werden um sein Gegenüber in ein Gespräch zu verwickeln: “Was macht ihr hier ?” lautet die nächste Frage. Da dies anscheinend doch nicht so offensichtlich ist wie angenommen lautet die Antwort:”Wir warten.” Doch auch auf diese kurze, präzise Aussage erfolgt eine schnelle Gegenfrage:”Geht ihr noch zur Schule? “. Unsere Antwort:”Nein, wir studieren an der Uni.”

Daraufhin wir prompt erwidert:”Ey studieren ist voll out!”

Dazu fällt mir und meinen Wortstreitern nun wirklich nichts mehr ein. Ich mache mir Gedanken darüber: Ist Studieren wirklich out? Ist der Wunsch nach Bildung wirklich veraltet, eine Reliquie aus längst vergangen Zeiten?

Nein, denke ich, aber kein Wunder, dass Deutschland in der PISA-Studie so schlecht abschneidet.

Letztens an der Haltestelle… Teil1: Ohne Worte

29. November 2010

Es ist 11 Uhr. Einige Menschen stehen dicht zusammengedrängt unter einem aus Glas erbauten Unterstand und erwarten sehnsüchtig die Ankunft der öffentlichen Verkehrsmittel.

Inmitten dieser Menschen ist auch eine Frau, die auf ein kleines Kind in einem Kinderwagen aufpasst. Ob dieses die gleiche genetische Struktur besitzt wie die Frau weiß ich nicht, es hat aber auch keine Bedeutung für die Geschichte.

Da fängt das Kind an zu brabbeln. Die Frau greift zielstrebig direkt in die Tasche unter dem Kleinen und befördert eine Packung Kekse hervor. Sie gibt ihm einen und schon ist er ruhig. Es scheint so als hätte der/die Klein(e) genau dies beabsichtigt mit seinem Sprachwirrwarr.

Zwei Minuten später: Das gleiche Spiel , der Kleine brabbelt die Frau greift wieder in die Tasche. Diesmal holt sie jedoch einen Schnuller heraus und stopft diesen dem kleinen Quengler in den Mund. Sofort gibt er Ruhe. Ich frage mich: Woher wusste die Frau das?  Sie kann ja unmöglich an dem Gebrabbel erkannt haben was genau der Wunsch des Jünglings war.

Anderes Beispiel: Wenig später kommt der Bus. Einige Umherstehende und ich steigen ein und der Bus setzt sich in Bewegung. Dann kommt die nächste Haltestelle. Jemand steht dort und wartet. Ich beobachte den Busfahrer. Er sieht kurz den/die Wartende(n) an, sein Blickkontakt wird erwidert und der Bus fährt ohne Halt weiter. Ich frage mich wieder: Woher wusste er das ? Er kann doch schlecht an einem Blick erkannt haben, dass dieser potenzielle Fahrgast eine andere Linie nehmen möchte (vorausgesetzt man lässt Metaphysik mal aus dem Spiel).

Dies sind nur zwei Beispiele dafür wie Menschen miteinander kommunizieren können ohne auch nur ein Wort zu sagen. Es kommt auf die Erfahrung der Kommunizierenden an. Sie müssen die ihnen übermittelten Signale richtig deuten. Nicht immer gelingt das aber und dann kann es zu Missverständnissen kommen die mehr oder weniger weitreichende Konsequenzen haben.

Neue Serie: Letztens an der Haltestelle …

29. November 2010

Geht euch das auch so? Da steht man morgens an der Haltestelle und der Bus/Zug kommt mal wieder zu spät, also sieht man sich mal um, wen das gleiche Schicksal ereilt hat. Da entdeckt man immer wieder interessante Menschen und es schießen einem die bizarrsten Gedanken durch den Kopf. Diese Serie handelt einfach vom alltäglichen Leben, also Geschichten die das Leben schreibt. Das hört sich langweilig an?

Vielleicht ist es das, aber vielleicht solltet ihr auch einfach weiterlesen und euch selbst eine Meinung bilden.

Intro: Wer bin ich? Woher komme ich? Worum geht es? Warum mache ich das hier?

29. November 2010

Jetzt mal langsam. Wer ich bin? Ich weiß nicht was das für eine Rolle spielen sollte, deshalb lass ich euch da mal im Dunkeln tappen. Lest einfach ein, zwei Blogs von mir um euch ein ungefähres Bild von mir und meiner Meinung zu machen.
Worum geht es? Also in erster Linie geht es erst einmal um das Leben im Allgemeinen, um Erlebnisse von denen ich gerne berichten möchte oder Gedanken, die es verdienen in Buchstaben (manchmal auch Zahlen) kodiert auf dem Papier bzw. auf dem Bildschirm festgehalten zu werden.
Woher komme ich ? Naja meiner Sprache nach zu urteilen komme ich wohl aus Deutschland oder einem kulturell verwandten Land ;-)
Zumindest die letzte Frage werde ich beantworten:

Um mir selbst und anderen gleichgesinnten Individuen etwas zum Nachdenken zu geben, sozusagen den ersten Dominostein in einer langen Reihe umzustoßen.

Um interessante Dinge festzuhalten, die sonst vielleicht in Vergessenheit würden.

Um etwas von dem los zu werden, was mir ständig durch den Kopf schwirrt und keine Ruhe findet.

Noch was:
Da dies mein erster Blog ist, bitte ich um Nachsicht wenn ich einige Stilbrüche begangen habe.



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